Aus dem Blog

Wenn „einfach weiter so"
keine Option ist.

2012 bin ich mit Freunden mit dem Fahrrad von Berlin nach Indien gefahren. Irgendwo zwischen Istanbul und Ankara hat mir ein platter Reifen beigebracht, was passiert, wenn man immer nur flickt, statt nach der Ursache zu suchen. Die Geschichte erzähle ich bis heute, weil „einfach weiter so" auch im Kopf irgendwann keine Option mehr ist.

Der „Splitter", der nicht weggehen wollte

2012 fuhr ich mit Freunden mit dem Fahrrad von Berlin nach Indien. Was für eine Reise. Ein Teilstück in der Türkei, von Istanbul nach Ankara, bin ich allein geradelt: Meine Freunde wollten in Istanbul noch etwas länger bleiben, und aus logistischen Gründen fuhr ich vor.

Auf der Strecke, irgendwo im Nirgendwo und vielleicht nach den ersten 100 Kilometern an jenem Tag, stellte ich fest, dass die Luft aus dem Vorderreifen entwichen war. Also hielt ich an und untersuchte Mantel und Schlauch. Ich war in Eile, ich wollte es am Abend noch nach Ankara schaffen, und trotz meines Sprints lag noch einiges an Strecke vor mir. Auf den ersten Blick fand ich nichts. Also dachte ich mir: Okay, vielleicht ist die Ursache für das Loch, ob Splitter oder spitzer Stein, gar nicht mehr da. Ich flickte den Schlauch. Pumpte Luft auf. Weiter ging's.

Du ahnst es vielleicht schon. Zwanzig Kilometer weiter, bei glühender Hitze, stelle ich wieder fest: keine Luft mehr auf dem Reifen. Gleiche Prozedur. Ich habe es immer noch eilig, untersuche Mantel und Schlauch, finde keine Ursache, flicke alles wieder zusammen. Luft drauf. Fertig. (Gelernt hatte ich offensichtlich noch nichts.)

Und wieder das gleiche Spiel. Ein paar Kilometer, und die Luft ist raus. Etwas in mir muss lachen. Ich halte wieder an, und diesmal lasse ich den Gedanken los, dass ich es eilig habe. Denn diesmal habe ich nur noch einmal Material zum Flicken.

Es ist sengend heiß. Ich schwitze wie verrückt. Und doch nehme ich mir die Zeit, wirklich zu gucken. Ich studiere jeden Fleck des Mantels, akribisch. Einfach weiter so ist gerade keine Option für mich: Wenn ich noch einmal ein Loch in den Reifen fahre, bleibe ich irgendwo im Nirgendwo liegen, an diesem Tag kein verheißungsvoller Gedanke. Also untersuche ich Mantel und Schlauch in Geduld und mit vollem Fokus.

Und tatsächlich: Irgendwann finde ich ihn. Diesen einen kleinen Splitter. Unscheinbar, gut versteckt, die Ursache für all meine „Pannen". Ich entferne ihn und flicke ein letztes Mal den Schlauch. Im nächsten Anlauf schaffe ich es nach Ankara.

Wenn „einfach weiter so" keine attraktive Option ist

Was hat diese Geschichte mit innerer Arbeit zu tun? Häufig halten wir „weiter so, weiter so" für eine gute Handlungsanleitung. Und manchmal ist sie das auch.

Aber wenn Dein Denken Dich stresst, und die Lösungsansätze, die aus diesem stressigen Denken kommen, zu noch mehr Stress und Konflikten führen, dann ist Weiterflicken keine Strategie mehr. Dann ist es Zeit, innezuhalten und nach dem „Splitter" zu suchen: der Ursache für den Stress in Deinem Denken. Wie sich dieses Muster im Alltag aufbaut, habe ich im Ratgeber zu Stress bei Selbständigen ausführlich beschrieben. Besonders tückisch ist es, wenn nach außen alles läuft, Burnout trotz Erfolg entsteht genau so: schneller treten, schneller flicken, nie nach der Ursache schauen.

Wir flicken den Schlauch, und lassen den Splitter im Mantel.

Anders ausgedrückt: Dann ist es vielleicht an der Zeit, Dich für Einsichten zu öffnen. Insights, die zu freundlicherem, produktiverem Denken führen und damit zu anderen Lösungen. Meine Erfahrung ist: Ein echter Insight verändert Deine Welt, zumindest ein Stück weit. Und sein Nutzen, ich nenne ihn Return on Insight, in Form von innerer Klarheit, Freiheit, Kreativität, Freude und dem Ruhen in Deinem authentischen Sein ist schwer zu überschätzen.

Vom „einfach weiter so" zu Erkenntnissen und Umdenken

In meiner Arbeit, ich nenne sie Insight Coaching, schauen wir uns an, welche Glaubenssätze und Konzepte in Deinem Denken nach wie vor wie eine angezogene Handbremse wirken. Und wir laden gemeinsam Einsichten ein, in dem Verständnis, dass aus neuem Denken neues Handeln und neue Ergebnisse erwachsen. Eines der Werkzeuge dafür ist zum Beispiel The Work von Byron Katie.

Dabei kann es um jeden Bereich Deines Lebens gehen:

  • Business, Geld, finanzielle Freiheit und Karriere,
  • zwischenmenschliche Beziehungen,
  • Gesundheit,
  • oder die Beziehung zu Dir selbst, zufrieden sein, authentisch sein, Dich erfüllt fühlen.

Denn egal, welchen Bereich es betrifft: Der Ansatzpunkt für wirksame Veränderung ist immer Dein Denken. Wir schauen uns an, wie Du Deine Denkblockaden identifizierst, und mit welchen Übungen und Ansätzen Du Einsichten, mehr Klarheit und Verständnis einlädst.

Ob das etwas für Dich ist? Vier ehrliche Fragen:

  1. Bist Du bereit für Einsichten, und für das, was sie verändern?

    Return on Insight gibt es nur, wenn Du wirklich hinschauen willst. So wie beim Mantel: in Geduld, mit vollem Fokus.

  2. Gibt es ein Thema, bei dem ein Stück Fortschritt viel verändern würde?

    Business oder privat: „Wenn ich das gelöst bekäme, oder hier auch nur ein Stück weiterkäme, hätte der Rest meines Lebens mehr Ruhe, Freude oder Freiheit."

  3. Hast Du Lust, unhinterfragte Glaubenssätze aufzudröseln?

    Innere Entwicklung heißt hier: die Sätze prüfen, die Du nie geprüft hast, damit Du nicht nur erfolgreich wirkst, sondern erfolgreich bist.

  4. Willst Du erleben, warum Veränderung kaum Zeit erfordert, aber einen offenen Geist?

    Und wie Du genau diesen Wechsel selbst einleitest.

Wenn Du hier mehrfach genickt hast, könnte diese Arbeit das Richtige für Dich sein. Trag Dich für ein kostenloses Erstgespräch ein wir schauen gemeinsam, ob und wo sie Dir weiterhilft. Manchmal ist die ehrliche Antwort auch: nein.

Lieber den Splitter finden, als weiter zu flicken?

Lieber jetzt innerlich aufräumen, als dieselben Themen noch ein Jahr mit Dir herumzuschleppen. Im kostenlosen Erstgespräch nehmen wir ein echtes Thema von Dir, unverbindlich, kein Druck, nur Wert.

Kostenloses Kennenlern-Gespräch