Aus dem Podcast

FOMO überwinden:
die Heilung von der Angst, etwas zu verpassen.

In dieser Episode des Effortless-Creation-Podcasts geht es um FOMO die Angst, etwas zu verpassen, und darum, wie sie Dich von einem ruhigen, erfüllten Leben abhält. Und wie Du sie mit The Work von Byron Katie an der Wurzel prüfst, statt sie mit noch mehr Ablenkung zu übertönen.

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Ein Bild, das mir dabei hilft: Stell Dir Dein Bewusstsein wie eine große Kinoleinwand vor. Alles, worauf Du Deine Aufmerksamkeit lenkst, wird dort zum Film. Du bist der Regisseur. Du entscheidest, was läuft. Wenn Du ständig darauf schielst, was gerade in den anderen Sälen gezeigt wird, verpasst Du genau einen Film: den, der direkt vor Deinen Augen spielt.

Dein Bewusstsein ist der Kinosaal, und Du allein bestimmst, welcher Film läuft.

Sobald Du das erkennst, verliert die Angst, etwas zu verpassen, ihren Griff. Nicht, weil Du Dich zusammenreißt, sondern weil das Verpassen als Konzept nicht mehr richtig funktioniert.

Meine Erkenntnis: Der Mangel existiert nur in der Geschichte

Ich habe gelernt, dass die Angst, etwas zu verpassen, aus den Geschichten entsteht, die ich mir selbst erzähle. Diese Geschichten erzeugen in meinem Kopf einen Zustand von Mangel, völlig unabhängig davon, ob dieser Mangel tatsächlich existiert. (Spoiler: Er existiert nicht.)

Was bei mir gewirkt hat, war kein Digital Detox und keine Selbstdisziplin, sondern das ernsthafte Hinterfragen der stressigen Gedanken rund um das Verpassen, ich nutze dafür The Work von Byron Katie. Wenn mir bewusst wird, dass ich in diesem Moment alles habe, was ich brauche, kann ich den Satz „Ich verpasse etwas" schlicht nicht mehr richtig glauben. Und ein Gedanke, den Du nicht mehr glaubst, kann Dich nicht mehr stressen.

Was sich dadurch verändert hat

Die Befreiung von der Fear of Missing Out gibt mir Freiheit von ständiger Ablenkung. Es fällt mir leichter, den gegenwärtigen Moment zu würdigen und mir meiner inneren Fülle bewusst zu werden, statt mich zu fragen, ob es woanders gerade besser, schöner oder aufregender ist.

Sie hat es mir außerdem möglich gemacht, authentisch zu sein, meinem eigenen Weg zu vertrauen und einzuladen, was ich wirklich will. Meine Erfahrung ist: In Präsenz zu leben, frei von dieser Angst, ist befreiender als jede Neuigkeit, die ich je verpasst haben könnte.

Für Selbständige hat FOMO übrigens selten mit Partys oder Instagram zu tun. Sie klingt eher so: „Wenn ich gerade mal nichts mache, macht mein Konkurrent in genau dieser Minute mehr." Es ist derselbe Mechanismus, ein Gedanke erzeugt Mangel, wo keiner ist. Und er ist einer der Hauptgründe, warum Selbständige nicht abschalten können, selbst im Urlaub.

Das Session-Arbeitsblatt: frei von der Angst, etwas zu verpassen

Das hier ist der praktische Teil der Episode, zum Mitschreiben, nicht nur zum Lesen. Nimm Dir Stift und Papier.

Schritt 1. Erkenntnis: Reflektiere zuerst, wie die Angst, etwas zu verpassen, Deinen Alltag, Dein Fühlen und Dein Handeln beeinflusst, und beeinflusst hat. Schreib es Dir auf.

Schritt 2, den Gedanken hinterfragen: Schreib den Gedanken „Ich verpasse gerade etwas" auf. Finde eine konkrete Situation, in der Du ihn geglaubt hast, und notiere sie. Dann beantworte die vier Fragen schriftlich, und nimm Dir für jede einen Moment, um wirklich hinzuspüren:

  1. Ist das wahr?

    Verpasst Du in dieser Situation wirklich etwas? Die Antwort ist ein schlichtes Ja oder Nein. Bei Ja: weiter zu Frage 2. Bei Nein: direkt zu Frage 3.

  2. Kannst Du mit absoluter Sicherheit wissen, dass das wahr ist?

    Dass Du gerade etwas verpasst, in genau dieser Situation? Auch hier: Ja oder Nein.

  3. Wie reagierst Du, was passiert, wenn Du diesen Gedanken glaubst?

    Was machst Du, wie fühlst Du Dich, wo geht Deine Aufmerksamkeit hin, wenn Du „Ich verpasse gerade etwas" für wahr hältst?

  4. Wer oder was wärst Du ohne den Gedanken?

    Gleiche Situation, gleicher Mensch, nur ohne den Satz „Ich verpasse gerade etwas" im Kopf. Was wäre dann da?

Die Übungen danach

  1. Achtsamkeitsübung

    Fokussiere Deine Aufmerksamkeit auf Deinen Körper, besonders auf Deine Füße. Spüre ihre Präsenz und beobachte, wie sich Deine Wahrnehmung verändert, wenn Du Deine Aufmerksamkeit bewusst dorthin lenkst.

  2. Realitätsgestaltung

    Betrachte die Rolle Deiner Aufmerksamkeit: Was Du mit Wahrnehmung und Präsenz belegst, bekommt in Deinem Geist Realität. Du gestaltest mit, was für Dich „wirklich" ist.

  3. Heilung der Angst, etwas zu verpassen

    Ergründe, wie die Erkenntnis, dass Du nichts verpassen kannst, Dich aus dem Mangel-Zustand befreit, und wie das Hinterfragen stressiger Gedanken Dich einlädt, den gegenwärtigen Moment zu würdigen und Deine Fülle zu erkennen.

  4. Reflexion

    Wie wirken diese Übungen und Erkenntnisse auf Deine emotionale und mentale Verfassung? Und weiter gedacht: Wie wäre Dein ganzes Leben, wenn Du den Gedanken „Ich verpasse gerade etwas" nie wieder glauben würdest?

  5. Dankbarkeit

    Nimm wahr, was in diesem Moment da ist, als direkte, spürbare Erfahrung Deines Seins. Übe Wertschätzung für den gegenwärtigen Moment und die Fülle, die darin liegt.

Wenn Du beim Durcharbeiten merkst, dass Du an einem Gedanken hängen bleibst: Das ist normal. Manche Sätze prüfen sich leichter im Gespräch als allein am Küchentisch, genau dafür gibt es mein kostenloses Kennenlern-Gespräch, in dem wir einen Deiner echten Gedanken gemeinsam durchgehen.

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